Das war also der Sozialismuskongress…
Es wurden viele Meinungen mit andern Personen ausgetauscht, wo manchmal leider die Zeit für eine lange Diskussion gefehlt hat. Für viele Leute war der Kongress eine kritische Reflexion über den Verband und sich selbst. Es gab viele Vernetzung mit andern Gliederungen. Einige waren der Ansicht, dass der Sozialismus nicht nur im Kopf entstehen sollte (Zitat von Ronja). Und so wurde auch gehandelt, wie z.B eine spontane Diskussion auf die Plakataktion gegen/für den Coca-Cola-Automat der im KLH steht.
Mehr Begriffserklärungen zum Thema “Sozialismus” wurden gewünscht (naja nächstes Jahr vllt.). Im Großen und Ganzen hat der Kongress Spaß gemacht, hat zum Denken angeregt, man konnte neue Sachen lernen, nette Angebote nutzen uvm.
Freundschaft
Willy
Die Pressemitteilung vom Bundesverband:
„Die Energie wird darauf verschwendet, Arbeitsplätze zu suchen die es gar nicht gibt.“
Oskar Negt zu Gast auf dem Zukunftskongress der SJD – Die Falken vom 02. bis 05.Oktober 2008
(Berlin, 06. Oktober 2008)
Weit über 200 junge Zuhörerinnen und Zuhörer aus ganz Deutschland lauschten den Worten Oskar Negts. In der verbandseigenen Bildungsstätte Kurt-Löwenstein bei Berlin widmete sich der bekannte Soziologe einer kritischen Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Sozialismus-Begriff sei in vielerlei Hinsicht beschädigt worden, Aufgabe der Sozialistischen Jugend sei es deshalb, diesen Begriff zurückzuerobern. „Die Bildungsarbeit vor Ort spielt dabei eine entscheidende Rolle“ so Negt weiter. „Der Sozialismus ist der Schlüssel zur Konstruktion der Alternative“ – denken müssen wir allein.
Oskar Negt sprach von der Suche der Menschen nach Orientierung und der fortschreitenden Erosion aller Bindungen sowohl in der Familie als auch in Bezug auf Berufsleben und Parteien. „Das Bedürfnis die fehlenden Bindungen auszugleichen birgt die große Gefahr, sich denen zuzuwenden, die einfache Lösungen versprechen.“ Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Falken als gesellschaftspolitischer Akteur Präsenz zeigen. Im Verbandsalltag ist die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in ihrer praktischen Arbeit mit den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert: Ehrenamtliche sehen sich eingeschränkt in der ihnen zu Verfügung stehenden Zeit, Kinder und Jugendliche können die Teilnahme an kostengünstigen Maßnahmen nicht finanzieren. „Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich dramatisch entwickelt“ erläutert Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken. Zunehmender Leistungsdruck, Verzweckung in allen Lebensbereichen, Prekarisierung, soziale und politische Exklusion großer Teile der Gesellschaft sind nur wenige Stichworte. „Der Kongress hat uns bestätigt, wie wichtig Bildung und Freiräume für das Erwirken gesellschaftlicher Veränderung sind“ resümiert Sven Frye.
„Wo wir gehen und stehen, wirken wir als Sozialistinnen und Sozialisten“ lautete das Fazit aus einem der zahlreichen Workshops an diesem Wochenende. „Sozialismus fängt im Kleinen an“ hieß es auf einem anderen Plakat.

Naja, das war also der Abschluss des OE-Prozesses? Und was sind die groß angekündigten Ergebnisse? Ich dachte eigentlich, dem Verband soll hier die große Richtung der nächsten Jahre vorgegeben werden und das nicht aus dem BuVo heraus, sondern durch die Beteiligung einiger (wenn auch nicht aller) Mitglieder, die normalerweise nicht im Dunstkreis der Bundesebene rumwuseln. Sollten nicht die Ergebnisse der OE-Entwicklungsgruppen präsentiert und diskutiert werden. Oder werden diese nun in den folgenden Konferenzen durchgebracht?
Das klingt alles ein wenig nach Schall und Rauch und außer Vernetzung ist nichts bei rumgekommen; trügt mich mein Eindruck?
Mit lieben Grüßen ausm Elbflorenz.
Felix
Das habe ich aber anders verstanden. Der Sozialismus-Kongress war das Ergebnis aus einer der OE-Gruppen. Von daher habe ich zumindest nicht erwartet, dass dort jetzt der OE-Paukenschlag passieren würde.
Zudem finde ich ja die Geschichte mit der Vernetzung eigentlich mit die wichtigste Aufgabe des Bundesverbandes. Von daher hat es sich doch anscheinend auch gelohnt. ;o)
Aber an sich müsste diese Frage einfach nochmal direkt an den Bundesvorstand gestellt werden …
Freundschaft aus Wien!
Simon
Irgendwie habt ihr ja beide recht.
Der Sozkong ist aus der OE Gruppe Sozialismuskongress entstanden. Auf dem Sozkong gab es weitere OE Foren (Treffen) an denen alle Interessierten teilnehmen konnten.
Der gesamte OE Prozess zieht sich mittlerweile ueber 4 Jahre hin. Einige OE Gruppen kommen nun zu einem Ende und es wird einige Antraege aus den naechsten BA`s und der naechsten Konferenz geben.
Also mit dem Sozkong ist das ganze noch nicht beendet. Es kommt noch was.
(PS: auf englischen Tastaturen gibt es keine Umlaute deswegen die komische Schreibweise)
Gruss aus Neuseeland
Kai