Zurück vom Camp Teil 1

War das Co-ol! Cocamp 2011, ein Erfahrungsbericht

Im Sommer 2011 war es nun soweit, das CoCamp (internationales Camp mit ca 2500 Leuten von überall aus der Welt, hauptsächlich von dem Woodcraftfolk organisiert) fand mitten im Sherwood Forest statt.

Wie war es denn jetzt ein Rädchen im kooperativen Getriebe zu sein und was hat das Camp ausgemacht?


Doch zunächst zur Vorbereitung: Im Vorhinein hat die Organisation unserem Team sehr viel Kraft und Nerven abverlangt. Im Nachinein sage ich mir, dass sich diese Erfahrungen gelohnt haben und ich eine Menge daraus gelernt habe. Amen. Der riesige Platz war in 6 Abschnitte eingeteilt, dazu gehörten die 4 ‘Towns’, in denen die CoCamper*innen gelebt haben, außerdem die Central Area mit Party-Gedöns und die Sanitäranlagen mit der Office-Area (da enstand z.B. die Zeitung und die Nachrichten, die abends ausgestrahlt wurden).
Die Schweigeminute für die getöteten Jugendlichen von AUF und deren Angehörige bei der Opening-Zeremonie war sehr bewegend, genau wie die verlesenen Texte dazu. Für einen Moment überschattete das die gesamte Veranstaltung, aber, wie auch in den Texten verlesen, ist das noch lange nicht das Ende vom antikapitalistischen Lied, wir lassen uns deswegen nicht einschüchtern -im Gegenteil- und ich denke das Camp hat dieses bewiesen.

Zum ‘Festival’ of cooperation hat sich das Camp vor allem in den Abendstunden und in der Nacht verwandelt. Mensch hatte die Wahl zwischen disco-disco-party-party oder Lagerfeuer (du warst echt überall willkommen!, Cracker?) oder vielleicht doch im Barzelt oder Bebop-Café abzuhängen? Alles hatte etwas für sich und wurde fleißig genutzt. (nicht immer zu unserem Vorteil, da unser Zelt das allerdichteste neben dem Party-BASS-BASS-BASS-Zelt war…süße Träume!)
Dieser Bericht muss genug Platz für eine Liebeserklärung an unser Village 9 haben. Village 9, unsere Verbundenheit, Zuneigung, Treue und Liebe gilt nur dir, du liebliche Rose im sozialistischem Abendrot und kooperativen Morgentau! Vielen Dank, Woodies aus London Clapham und Camden! Wir haben uns als Gruppe und als Großgruppe sehr wohl gefühlt und dazu habt ihr Woodie-Twins einen großen Anteil beigetragen! Tagsüber sind wir als Gruppe geschlossen in unserem Village geblieben und haben dort den Morgenkreis, Spiele und kleine Basteleien veranstaltet (außer die, die Clan hatten, Putzspaß und kochen, yippie!). Nachmittags konnte jede*r für sich zu einem anderen Village pilgern, meist haben wir uns jedoch für etwas gemeinsam entschieden oder die Aktionen in unserem Village unterstützt.
2/3 Tage vor der Abreise ging ich nichtsahnend über den Platz, bis mich verschiedenste Gerüchte aus allen Ecken des Camps über Quarantäne-Dörfer ereilten. Und es kam, wie es kommen musste, unsere Reisepartner-Delegation aus Bad Doberan war unter den Betroffenen. Wir wollten gar nicht erst an die Rückfahrt denken, doch natürlich nicht nur wegen den Ansteckis.
Ein wirklich schönes Camp, eine echt sinnvolle Art seine Sommerferien zu verplempern. </:-)

Love, Blue skies und Reichtumsumverteilung,

Robin

2 Responses to “Zurück vom Camp Teil 1”

  1. Toe sagt:

    Quarantäne-Dörfer? Was hatten die Leute denn?

  2. rh herself sagt:

    Überschrift dieses Artikels ist:
    War das Co-ol! Cocamp 2011, ein Erfahrungsbericht
    und korrekter Absender ist Robin Hoodie. Deswegen liebe ich es Artikel zu verfassen, die dann durch zweite Quellen gehen. : )

    In den Quarantäne Dörfern hatten sie Magen-Darm-irgendwas und reihenweise Erkältung. Einer hatte Nasenbluten… !

Leave a Reply